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Modifikationen für diverse Anwendungen
 

Puromycin

Puromycin

 

Puromycin ist ein Aminonucleosid-Antibiotikum, das aus dem Streptomycetenstamm 
Streptomyces alboniger isoliert werden kann und strukturelle Ähnlichkeit mit der Base Adenosin bzw. N6-N6-Dimethyladenosin aufweist. Seine Wirkung beruht auf der Inhibierung der Proteinbiosynthese, indem Puromycin über eine Peptidbindung an die 50s Untereinheit der Ribosomen bindet und hierdurch das Wachstum prokaryotischer und eukaryotischer Zellen beeinträchtigt.1 Als Analogon einer Aminoacyl-tRNA kann Puromycin an die ribosomale A-Position binden und in die wachsende Polypeptidkette integriert werden. Dies führt zur sofortigen Termination der Kettenelongation, die ribosomale Untereinheit dissoziiert und die Translation bricht ab.2 Puromycin befindet sich nun am C-terminalen Ende des verkürzten, neu synthetisierten Proteins und inhibiert eine Fortsetzung der Proteinsynthese.3




Puromycin als 3´-Modifikation


Puromycin erhalten Sie bei uns als 3´-Modifikation bis zu einer Oligolänge von max. 45 Basen. 
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Tel +49 731 70 396 0   ǀ  
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Literatur: 
1. Molecular cloning and characterization of gene encoding novel puromycin-inactivating enzyme from blasticidin S-producing Streptomyces morookaensis. Nishimura M, Ikeda K, Sugiyama M; J Biosci Bioeng. (2006), 101(1):63-9.

2. Identification and characterization of a drug-sensitive strain enables puromycin-based translational assays in Saccharomyces cerevisiae. Cary GA, Yoon SH, Torres CG, Wang K, Hays M, Ludlow C, Goodlett DR, Dudley AM; Yeast (2014), (5):167-78.

3. Puromycin oligonucleotides reveal steric restrictions for ribosome entry and multiple modes of translation inhibition. Starck SR, Roberts RW; RNA (2002), 8:890–903. 

Acridinium Ester

Acridinium Ester

 

In der Molekularbiologie werden Acridinium Ester häufig bei der selektiven Markierung von Proteinen oder Nucleinsäuren verwendet1. Über eine kovalente Verknüpfung wird das Acridinium Ester an das entsprechende Target (DNA, Protein) gebunden2. Ihre hoch sensitive Chemilumineszenz, die sie in Anwesenheit von Wasserstoffperoxid freisetzen, ermöglicht ebenso den Einsatz in der klinischen Diagnostik. Im Gegensatz zu radioaktiv-markierter DNA stellen Acridinium Ester-Verknüpfungen eine sensitive, stabile und vor allem sichere Detektionsmethode für Immunoassays dar3.

Acridinium Ester als 3´- oder 5´-Modikation
 

Bei biomers.net erhalten Sie Acridinium Ester als 3´- oder 5´-Modifikation bis zu einer Oligonucleotidlänge
von 45 Basen. 

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Literatur:
1. Acridinium ester chemiluminescence: pH dependent hydrolysis of reagents and flow injection analysis of hydrogen peroxide and glutamate. Stuever Kaltenbach M, Arnold MA; Microchimica Acta (1992), Volume 108, Issue 3-6, pp 205-219.

2. Acridinium ester-labelled DNA oligonucleotide probes. Septak M; J Biolumin Chemilumin. (1989), (1):351-6.

3. Acridinium esters as high-specific-activity labels in immunoassay. Weeks I, Beheshti I, McCapra F, Campbell AK, Woodhead JS; Clin Chem. (1983), (8):1474-9.

4-Carboxymethylanilin

Modifikationen für die Immobilisierung auf Oberflächen 


4-Carboxymethylanilin (4-CMA) bietet die Möglichkeit, die daran gekoppelten Biomoleküle gezielt an entsprechend vorbereitete Oberflächen zu immobilisieren. Auf diese Weise ist die Bindung von Oligonucleotiden auch an leitende Oberflächen (z.B. Graphit) möglich, sodass Ströme gemessen werden und Strukturänderungen der gekoppelten DNA eine Art „Schalter-Wirkung“ haben können. Durch die Kopplung, wahlweise an den 5´- oder 3´-Terminus von Oligonucleotiden, werden die Moleküle in der gewünschten Orientierung kovalent an die Oberfläche gebunden. 

 


4-Carboxymethylanilin (4-CMA) am 3´- oder 5´-Ende eines Oligonucleotids
Bindung von Oligonucleotiden an Oberflächen über 4-CMA
 
 

Die Bestellung über unser Onlineportal ist einfach, schnell und zuverlässig möglich. Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns jederzeit gerne. Wir helfen Ihnen bei der Erstellung Ihres individuellen Projekts!



Literatur:
- Diazonium-Protein Adducts for Graphite Electrode Microarrays Modification: Direct and Addressed Electrochemical Immobilization. Corgier BP, Marquette CA, Blum LJ; Journal of the American Chemical Society, (2005), 127, 18328-18332.

- A versatile method for direct and covalent immobilisation of DNA and proteins on biochips. Corgier BP, Laurent A, Perriat P, Blum LJ, Marquette CA; Angewandte Chemie International (2007), 46, 4108-4110.

- On-Chip Chemiluminescent Signal Enhancement using Nanostructured Gold-Modified Carbon Microarrays. Corgier BP, Li F, Blum LJ, Marquette CA; Langmuir (2007), 23(16), 8619-8623.

Methacrylamid

Immobilisierung an Oberflächen über Methacrylamid-modifizierte Oligonucleotide

 

Methacrylamid-modifizierte oder auch bekannt als Acrydite-modifizierte Oligonucleotide sind seit einigen Jahren ein fester Bestandteil in der molekularbiologischen Forschung. Über die Polymerisierung freier Acrylsäure-Monomere (Bildung Polyacrylamiden) oder die Kopplung mit Thiol können Methacrylamid-modifizierte Oligonucleotide kovalent an Oberflächen gebunden werden. Über diese schnelle und einfache Anheftung an Oberflächen können gewünschte DNA-Einzelstränge immobilisiert, angereichert, identifiziert oder auch aufgereinigt werden.

Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Biochips (Microarrays), bei denen die Methacrylamid-modifizierten Oligonucleotide auf eine Thiol-markierte Glasoberfläche gebunden werden und somit für einzelsträngige DNA zugänglich sind. 
Auf diese Weise ergibt sich eine Vielzahl von möglichen Anwendungen: 

- Überwachung der mRNA Expression
- Sequenzierung von DNA
- Genotypisierung
- Identifizierung von SNP
- Detektion von Viren, Bakterien und anderen Pathogenen

biomers.net bietet 5´-und 3´- Methacrylamid-modifizierte DNA-Oligonucleotide an.



Literatur:

1. Immobilization of acrylamide-modified oligonucleotides by co-polymerization. Rehman FN, Audeh M, Abrams ES, Hammond PW, Kenney M, Boles TC; N. Acids Research. 27, (1998), Bd. 2, 649-655.

2. Mutation typing using electrophoresis and gel-immobilized Acrydite probes. Kenney M, Ray S, Boles TC; Biotechniques (1998), (3):516-21.